Auf einer Granodioritklippe westlich des Kuppritzer Wassers (früher Niethener oder Rodewitzer Bach/Wasser) und hoch über dem Tal gelegen ist der Wall von ovaler Form gut erhalten. Er umspannt eine Fläche von 127 x 75m, der Wallumfang beträgt 437m.
Im Inneren steht heute eine große Eiche. Die Wallhöhe beträgt 16m. Der alte Zugang befindet sich im Süden der Anlage.
Die Burg wurde wohl im 10. Jh. errichtet. Es liegen einige wenige bronzezeitliche Scherben aus dem Inneren des Burgwalles vor. Erste archäologische Untersuchungen wurden nach 1870 von Rudolf Virchow durchgeführt.
Im Wallinneren wurde verkohltes Getreide gefunden. Im Inneren der Anlage konnte eine frühdeutsche Nachbesiedlung festgestellt werden.
Ein dort gelegenes Rittergut wurde vermutlich schon vor der Ersterwähnung der Ortschaft Niethen im Jahre 1424 an die Wallaußenseite verlegt. Dort besteht bis heute nordwestlich des Walles und ganz an diesen angelehnt das Rittergut Niethen bzw. seine Nachfolgerbauten.
Der Burgwall von Niethen steht seit 1937 unter Denkmalschutz.
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