Nördlich von Kamenz, eingebettet in die malerische Landschaft des Biehla-Weißiger Teichgebiets, befindet sich der Biehlaer Sumpfringwall. Der ovale Wall mit 150m Durchmesser ist teilweise durch den Deich des Biehlaer Großteichs überbaut.
Der Wall ist heute fast völlig abgetragen. Nur durch die Baumreihen, die auf dem gut befestigten Wallfuß wachsen, lässt sich die Befestigungsanlage noch im Gelände erkennen. Berühmt wurde die Burg durch die Grabungskampagnen 2000 und 2001. Damals gelang es dem Team des Landesamtes für Archäologie, unterstützt von der Polnischen Akademie der Wissenschaften, und dank der sensationellen Holzerhaltung der Bodenfunde, den Aufbau der Burganlage fast vollständig zu rekonstruieren. Genau wie die erste Befestigungsphase in Ostro ist der Biehlaer Wall am Ende der Lausitzer Kultur entstanden. Mit Hilfe der dendrochronologischen Analyse konnte das Fälldatum der Holzreste auf 620 v. Chr. datiert werden. Die Wallanlage war nur wenige Generationen besiedelt, bis sie in einer Feuersbrunst zugrunde ging.
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