Das Dubringer Moor ist der größte zusammenhängende Moorkomplex in Ostsachsen. Europaweite Bedeutung hat es als Rückzugsgebiet für 3433 teilweise vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Mitten im Moor soll im 12. und 13. Jh. das Schloss eines Raubritters gestanden haben. In der Sage wird der Ritter für seine Hartherzigkeit mit der Nachtodstrafe belegt, so dass er niemals zur Ruhe kommen kann. Am versunkenen Schloss des Raubritters soll mitunter noch immer Heulen und Klagen aus der Tiefe des Moores hervordringen.
1985 fand man unter den Wurzeltellern umgestürzter Bäume Scherbenmaterial aus der Zeit der Billendorfer Gruppe.
Bei näherer Untersuchung des Ortes entpuppte sich das versunkene Schloss als 140x140m große Viereckschanze - 1m hoch im Moor aufgeschüttet. Die Lage im Moor, weit entfernt von den Siedlungen, lässt genau wie beim Sumpfringwall in Biehla die Funktion einer Fluchtburg vermuten.
Ostro, Biehla und Dubring sind ungefähr zeitgleich entstanden, und mit den Burganlagen in Bautzen, Kleinsaubernitz und Niederneundorf setzt sich das Phänomen in der Oberlausitz fort.
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