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Wallfahrtsort seit dem 13. Jahrhundert

Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf

Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/HaindorfDer Ursprung der Kirche Maria Heimsuchung im böhmischen Hejnice/Haindorf ist mit einer marianischen Legende verbunden: Wundersam geheilt wurden eine schwerkranke Frau und deren Kind, weil der Familienvater der Aufforderung eines Engels gefolgt war und an einer Linde das Bildnis der Muttergottes angebracht hatte, gefertigt von einem Schnitzer aus Zittau. Der Baum und später sein Stumpf mit der Statue der Mater Formosa ("Die edle anmutige Mutter") wurden schnell zur Pilgerstätte. Von 1211 an war die Figur von immer größeren Kapellen und Kirchen überdeckt. Haindorf wurde zum bedeutenden Wallfahrtsort und oft Böhmisches Mariazell genannt. Derzeit ist die Kirche, am Fuße des Isergebirges, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Böhmens wie auch des Dreiländerecks. Seit Jänner 2018 gehört die Marienkirche, als Nationalkulturdenkmal, zu den etwas über 350 bedeutsamsten Kulturhistorischen Objekten Tschechiens.

Anziehungspunkt heute: die in den Jahren 1722 bis 1729 erbaute zweitürmige Barockkirche ist das größte Gotteshaus Nordböhmens. Über dem Hauptaltar ist das ca. 40 cm große Gnadenbild der Mater Formosa zu sehen. Weitere Raritäten in der reich ausgestatteten Kirche sind der spätgotische Feldaltar Albrecht von Waldstein, das Orgelwerk der Firma Rieger mit über 4500 Pfeifen, die Seccomalerei in den Kuppeln des Hauptschiffs, die gräfliche Gruft der Patronatsherren von Gallas und von Clam-Gallas etc.
An die Kirche grenzt das einstige barocke Franziskanerkloster - heute ein Bildungs-, Konferenz- und Pilgerhaus mit geistlich einzigartiger Atmosphäre.
Anfang der 1990er Jahre war das gesamte Terrain nach Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft verrottet. Das Kloster diente in den 50er Jahren des 20. Jahrh. als eines der politischen Konzentrationslager für die vom kommunistischen Regime verfolgten Ordensleute aus der ganzen Tschechoslowakei. Somit wurden die Spuren dieses Wahrzeichens von Europas christlichem Erbe verfremdet. Doch ein großer Teil des Klosterkirche Areals wurde Anfang der 90er Jahre, im Jahre 2000 und 2008 renoviert und ist jetzt ganzjährig wieder für Pilger, Besucher und Institutionen zugänglich.

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Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf

 

Besichtigung:

Montag–Sonntag

Führung CZ
Führung DE

9.00 Uhr – 16.00 Uhr

70 Kč
100 Kč

Führungen in tschechischer und deutscher Sprache (Dauer ca. 1 Stunde
Möglichkeit von Nachtführungen für Hausgäste.
Kirchliche Zeremonien haben immer Vorrang.

Gottesdienste:

In tschechischer Sprache Mittwoch bis Samstag ab 16.30 Uhr, am Sonntag um 9.00 Uhr
in deutscher Sprache nach Absprache

Wallfahrtskalender:

8. Mai Versöhnungswallfahrt
2. Juli Maria Heimsuchung (deutsche Pilger)

Veranstaltungen:

Frühlings-, Sommer- und Herbstkonzerte der Orgel- und geistlichen Musik, Ausstellungen in der Galerie des Klosters

 

 

Faltblatt „Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf”

Faltblatt „Kirche Maria Heimsuchung in Hejnice/Haindorf”

Kontakt

Kloster Haindorf
Bildungs- Konferenz- und Pilgerhaus
MCDO
Klášterní 1
CZ 463 62 Hejnice

Telefon: +420 482 360 211

www.mcdo.cz
mcdo@mcdo.cz

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