Das Projekt "Zuckerrübe" für die Landesgartenschau Löbau
Die von dem Lausitzer Künstler Jo Zipfel eingebrachte Idee, eine Zuckerrübe aus Eichenholz auf dem Gelände der Landesgartenschau in Löbau unter den Augen der Besucher zu schaffen, wird nun zur Realität.
Dass dies in den drei Juliwochen bei einigermaßen guten Witterungsbedingungen stattfinden konnte, ein gutes Omen. Denn zum Start des Projektes, am Montag den 9. Juli, war es nach vielen Wochen täglichen und zum Teil unwetterartigen Regens zum ersten Mal wieder 2 Tage am Stück trocken!
So schuf der Künstler aus über 10 Jahren abgelagertem und luftgetrocknetem Oberlausitzer Eichenholz einen beinahe 4 Meter langen Rübenkörper. Holz in dieser Stärke abgelagert zu bekommen ist für den „Kunstholzer“ ein absoluter Glücksfall. Aus 13 Lagen (Glückszahl!) übereinander verklebten Teilstücken wuchs damit die süße Frucht auf eine Höhe von über 1,30 Meter an. Die Breite beträgt über 160 cm.
Die Anzahl der 7 Blätter wurde ebenfalls bewusst von dem Künstler gewählt (die Zahl 7 steht für Veränderung). Dabei fanden die Blattformen im früheren Dasein ihre Verwendung im Transport von landwirtschaftlichen Produkten als Bodenplatten eines Traktoranhängers. Der Nachbar des Künstlers restaurierte diesen, und stellte ihm die Platten zur Verfügung. Die Stengel sind in einem Metallverwertungsbetrieb in Gaussig / Oberlausitz einzeln ausgesucht.
Mit einer Gesamtlänge von über 5 Metern und ca. 1 Tonne Gewicht ist dies damit die größte Zuckerrübe der Welt, die in Holz und Eisen geschaffen wurde.
Zum Hauptthema des "Künstlers der Liebe" fügt sich die Zuckerrübe als Bindeglied bestens ein. Steht doch der Zucker, und damit die Zuckerrübe als Ausgangspunkt dafür, dass Serotonin (ein Glückshormon) als Botenstoff im Gehirn freigesetzt wird.
Die süsse Rübe wird am Entstehungsort, dem Kalkwäldchen auf der Landesgartenschau in Löbau, verbleiben. Dabei wird sie sich natürlich verändern, da das Holz silbergrau verwittert und der Rübe eine ganzheitliche Ausstrahlung verleiht. Gleichzeitig ist das Holz witterungsfest und das Objekt so auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände hoffentlich für Generationen erhalten.
Eine Bildfolge der Entstehungsgeschichte ist hier abrufbar.
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Bautzen/ Löbau
Montag, 30. Juli 2012
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