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Oberlausitzer Gladiolenwiese ist Naturwunder 2017!

GladiolenblüteVersteckt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, am Rande einer
idyllischen Lichtung, wächst dieser botanische Schatz: Die Wildgladiole!
Genau genommen handelt es sich um die Dachziegelige Siegwurz (Gladio-
lus imbricatus), welche mit hunderten Blütenständen im Juni und Juli zu
finden ist.

Foto Wild-Gladiole: Dirk Weis

Gemeinsam suchten die Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC
Deutschland e. V. in diesem Jahr nach dem schönsten Naturwunder
Deutschlands. Als Nationale Naturlandschaft ist das UNESCO Biosphären-
reservat Mitglied der Dachorganisation EUROPARC Deutschland e.V. Der
Wettbewerb widmete sich dem Thema „Wilde Wiesen und Weiden“. Ge-
sucht wurden einzigartige Wiesen und Weiden in deutschen Biosphärenre-
servaten, National- und Naturparken.

Bis zum 10. September konnte online abgestimmt werden. „Mit Interesse
und Spannung haben wir den Verlauf der Abstimmung beobachtet“, sagt
Torsten Roch, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung. „Dass die Gladio-
lenwiese nun auch den Endspurt für sich entscheiden konnte, freut uns
besonders. Wir danken allen Naturliebhabern, die für das Naturwunder im
Biosphärenreservat abgestimmt haben.“

Schon die Entdeckung der Gladiolenwiese war ein Wunder. Vor 25 Jahren
waren nur weniger als zehn Restvorkommen mit wenigen Individuen in der
Region bekannt. Das Aussterben der Art schien nahe. Und dann entdeckte
1994 eine Diplomandin auf dem ehemaligen NVA-Truppenübungsplatz
Daubaner Wald plötzlich 30 blühende Exemplare auf einer brachgefallenen
Wiese. Daraufhin wurde das neue Vorkommen gepflegt und hat sich heute
zu einer der artenreichsten Wiesen im Gebiet entwickelt.

Die Gladiolenwiese Dauban gehört zum nationalen Naturerbe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt-Naturerbe GmbH und wird von der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz gepflegt.

Bei einer so seltenen Art ist es selbstverständlich, dass die Vorkommen jedes Jahr kontrolliert werden. Die Naturwacht der Biosphärenreservatsverwaltung führt dazu schon seit über 10 Jahren ein Monitoring durch, und zählt die blühenden Exemplare. In diesem Jahr wurden 1350 Wildgladiolen und dazu noch über 2.000 Orchideen erfasst.
Die Wiesen-Gladiole wurde vor dem Aussterben bewahrt!

Mehr Informationen:

Staatsbetrieb Sachsenforst, Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer
Heide- und Teichlandschaft
Warthaer Dorfstraße 29
02694 Malschwitz OT Wartha
Telefon: +49 35932 365 36
www.sachsenforst.de
www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de
Mehr Informationen zur Oberlausitz:

Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
Humboldtstraße 25
02625 Bautzen
Telefon: +49 3591 48770
info@oberlausitz.com
www.oberlausitz.com

Oberlausitz Freitag, 15. September 2017

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