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Archäologische Sehenswürdigkeiten
Merkwürdig anmutende Burgwälle erheben sich in der Oberlausitz. Diese obertägigen Bodendenkmäler sind Relikte früher Burgen oder befestigter Siedlungen. Die übrig gebliebenen Wälle sind Reste alter Wehranlagen.
Das weitläufige Oberlausitzer Radwegenetz verbindet diese besonderen archäologischen Sehenswürdigkeiten. Kommen Sie mit uns auf Entdeckungsreise in die Vorgeschichte der Oberlausitz: Sie beschäftigt sich mit einer Zeit, als die Menschen ihre Taten noch nicht in Chroniken niederschrieben. In kriminalistischer Kleinarbeit versuchen Archäologen, den Menschen, die vor Tausenden Jahren lebten, wieder ein Gesicht zu geben und ihren Alltag zu erkunden. Dazu werden vom Mauerrest bis zur Grabkeramik alle materiellen Spuren berücksichtigt. Nur wenige Orte, die von vorgeschichtlichen Menschen genutzt wurden, sind heute noch im Gelände sichtbar. In Verbindung mit dem reichen Fundmaterial aus der Region, dass sich heute in den Museen Görlitz, Bautzen, Kamenz und Dresden befindet, können weite Teile dieser Geschichte rekonstruiert werden. Die ältesten menschlichen Spuren führen uns in die Zeit der Jäger und Sammler, die ab der mittleren Altsteinzeit in der Oberlausitz siedeln.
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Ostro – Das „sächsische Troja“
Hoch über dem Tal des Klosterwassers im südwestlichen Ende eines Geländesporns thront die 260 x 160 m große Wallanlage von Ostro. „Das sächsische Troja“, wie Paul Scholze 1918 die Schanze überschwänglich betitelt, ist zweifellos das imposanteste Bodendenkmal der Oberlausitz.
3000 Jahre Geschichte der Oberlausitz lassen sich hier ablesen, wenn man die Spuren zu deuten versteht. Auf dem Bergsporn, auf dem sich heute die Ostroer Schanze erhebt, entstand vermutlich 1000 v. Chr. eine offene Siedlung. Es ist die Blütezeit der Lausitzer Kultur (1400-500 v. Chr.), und die Oberlausitz ist dicht besiedelt. Im 7. Jh. v. Chr. wurde die Siedlung Ostro von den Menschen der Billendorfer Gruppe (750-500 v. Chr.) erstmals befestigt. Der einzige Zugang zur Burg war so gelegt, dass Besucher eine längere Strecke direkt am Wall passieren mussten. Ein vermeintlicher Angreifer musste dabei mit der Schwerthand Richtung Verteidiger vorwärts schreiten und hatte keine Chance, sich mit dem Schild zu verteidigen.
Der innere Wallbereich war vermutlich dicht mit Holzhäusern bebaut. Massenhaft geborgene Getreidereste zeigen die bedeutende Rolle Ostros bei der Verwaltung, Lagerung und Umverteilung der Lebensmittel. Kurz vor dem Ende der Billendorfer Gruppe wird die Ostro genau wie andere Befestigungsanlagen der Region aufgegeben, und ab 500 v. Chr. bleibt nicht nur Ostro, sondern die ganze Oberlausitz ohne menschliche Siedlung.
Die Anlage bleibt 1500 Jahre unbenutzt, bis sie im 10. Jh. vermutlich von den Milzenern wieder in Betrieb genommen wird. Die Ostroer Schanze ist seitdem in eine wuchtige Oberburg mit 80x80 m Durchmesser und eine davor gelagerte Unterburg geteilt. Den zeitlichen Abschluss bildet der Turmhügel, der wohl im 13. Jh. auf die Wallkrone aufgesetzt wurde.
Kurz darauf verloren, nach längeren politischen Auseinandersetzungen zwischen Meißen, Böhmen und Polen, die großen ländlichen Burgen der Lausitz ihre Funktion.
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Die Wallanlage von Ostro

Ausgrabungen am Sumpfringwall Biehla

Das Dubringer Moor

Die Prietitzer Schanze

Burgwall Niethen

Burgruine Körse

Lausker Abschnittswall und Zschornaer Rundwall

Blick auf Burk

Ausgrabungen an der Ortenburg
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