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Traditionelle
Bauweisen
Umgebindehäuser
Das Ortsbild vieler Dörfer und Gemeinden der südlichen
Oberlausitz wird von Umgebindehäusern bestimmt.
Das charakteristische dieser Häuser ist die Verbindung
von Block- und Fachwerkbau. Als Umgebinde wird ein offenes
Tragegerüst bezeichnet, das die Blockstube "umbindet".
Dieses Gerüst trägt die Last des Obergeschosses.
In den Blockstuben stand oft der Webstuhl, über 300
Jahre verdienten sich viele Familien ihren Lebensunterhalt
mit dem traditionellen Handwerk des Webens.
Die Umgebindehäuser können besichtigt werden,
einige wurden als Heimatmuseum, zum Gasthaus oder als Übernachtungsquartier
ausgebaut.
Schrotholzhäuser
Die alten Blockhäuser in der nördlichen Oberlausitzer
Heidelandschaft werden als Schrotholzhäuser bezeichnet.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte dieser Baustil
das Bild der Dörfer.
Die Balken der Häuser wurden nach dem Fällen mit
einem Breitbeil rechteckig behauen (geschrotet). Ein wesentliches
Merkmal der Oberlausitzer Schrotholzbauten ist die völlig
glatte Außenwand.
Die Häuser sind kennzeichnend für die ersten Siedlungen
in der Lausitz, die seit dem Mittelalter bekannt sind. Derzeit
gibt es noch ca. 250 Schrotholzhäuser, Scheunen und Nebengebäude
im Niederschlesischen Oberlausitzkreis und vereinzelt in den
angrenzenden Landkreisen.
Das einfache Leben in den früher mit Stroh gedeckten
Schrotholzhäusern zeigt das Erlichthofmuseum. www.erlichthofsiedlung.de
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