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Zittau - Die Stadt der Fastentücher
Wohl nirgends sind sich altes und neues Europa so nah wie hier. Zittau liegt im Dreiländereck zu Tschechien und Polen, in unmittelbarer
Nachbarschaft zur Hrádek nad Nisou und Bogatynia. Damit setzt die Stadt ihre Tradition als Tor zwischen den Kulturen fort.
Durch ihre exponierte Lage am Zugang zu den böhmischen Gebirgspässen entwickelte sich Zittau im 17./18. Jahrhundert zu einer der wohlhabendsten
Handelsstädte Sachsens und wurde von den Bündnispartnern des Sechsstädtebundes ehrfurchtsvoll "die Reiche" genannt. Fast scheint es wie ein
Gemälde, wie sich die Türme der über 760jährigen Stadt vor der Kulisse des Zittauer Gebirges erheben.
Stein für Stein erzählt die liebevoll sanierte und komplett erhaltene Altstadt ihre kleinen und großen Episoden. Geschichtsträchtige
Kirchen, Handelshäuser, Brunnen und Denkmale teilen sich mit malerischen Ruheplätzen und grünen Oasen die historischen Plätze in
seltener Harmonie. So ist an die Stelle der einst umkämpften Stadtmauer eine idyllische Parkanlage - der "Grüne Ring" - getreten.
Zittau beherbergt für Besucher zwei besondere Schätze:
Im Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz" haben Sie die Gelegenheit, das "Große Zittauer
Fastentuch von 1472" zu besichtigen. Das 6,80 Meter breite und 8,20 Meter hohe velum quadragesimale zeigt 90 Motive des Alten und Neuen Testaments. Nicht
weniger beeindruckend ist das "Kleine Zittauer Fastentuch von 1573", welches seit dem Jahr 2006 im kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster zu
bewundern ist.
Zittau ist damit die einzige Stadt, die zwei vollständig erhaltene mittelalterliche Fastentücher besitzt und sie den Besuchern ständig
zeigen kann.
www.zittau.de
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