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UNESCO Biosphärenreservat Spreewald

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UNESCO Biosphärenreservat Spreewald Das grüne Venedig

UNESCO Biosphärenreservat Spreewald

Das grüne Venedig

Luebbenau © pixabay

Ein großes Erbe auf dem Wasserweg entdecken

Kultur und Natur im Gleichgewicht

Wer im Spreewald im südöstlichen Brandenburg paddelt oder sich in einem Kahn durchs Wasser staken lässt, der nutzt oft Wasserwege, die durch abtauende Gletscher nach der Eiszeit vor rund 10.000 Jahren entstanden sind, bevor die Spree sie quasi übernahm und sich weit verzweigte. Im 18. Jahrhundert wurden zudem viele Kanäle angelegt, um Land zu entwässern und damit Äcker zu gewinnen. Heute wird im UNESCO-Biosphärenreservat allerdings streng auf ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Natur geachtet. Kulturell geprägt ist der Spreewald durch die Sorben, die sich hier im 6. Jahrhundert niederließen und noch heute ihre Traditionen pflegen.

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Sorbische Traditionen miterleben

Das Osterfest ist der berühmteste, aber längst nicht einzige lebendige sorbische Brauch. So feiern die Sorben am 25. Januar Vogelhochzeit. Kinder verkleiden sich mit selbstgebastelten Vogel-Kostümen und traditioneller sorbischer Hochzeitskleidung, denn der Sage nach vermählten sich an diesem Tag Elster und Rabe. Am Vorabend stellen die Kinder kleine Teller aufs Fensterbrett, die die Vögel über Nacht mit Süßigkeiten wie Skroki, kleinen Teigvögeln, füllen. Damit sagen die gefiederten Freunde Danke für die Winterfütterung und laden zur Hochzeit ein.

Winter adé – das sagen die Sorben zu Zapust, mit drei Tagen Feierei zwischen Ende Januar und Anfang März, inklusive Festumzug in Tracht und ganz viel Tanz. Lustig geht es zur selben Zeit auch beim Zampern zu – maskiert und verkleidet wird musizierend und lärmend durchs Dorf gezogen und um Gaben gebeten. Im Sommer verzaubern aller zwei Jahre Folkloregruppen beim Festival „Łužica – Łužyca –Lausitz“ ihr Publikum. 

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Viele Wege führen in den Spreewald. Noch mehr führen durch ihn hindurch

100 Kilometer südlich von Berlin taucht man in eine andere Welt ein. Hier befindet sich ein ganz ursprüngliches Fleckchen Erde. Der Spreewald ist seit 1991 als UNESCO Biosphärenreservat geschützt. In dem dichten Netz von Kanälen und Wasserarmen – den Fließen – haben viele selten Tiere und Pflanzen ihre Heimat. Auf den fast 300 Kilometer Wasserwegen lässt sich die Region ideal vom Boot aus erkunden. Das kann aktiv geschehen, indem Sie selber im Kanu oder Kajak paddeln. Oder Sie lehnen sich entspannt zurück und lassen sich auf einem der traditionellen Kähne durch das Wasserlabyrinth staken. Stets ist die Strecke von Wiesen, Wäldern, Weiden und liebevoll hergerichtete, mit Stroh und Schilf gedeckten Blockhäusern gesäumt. Sogar im Winter hat die Landschaft ihren besonderen Reiz, wenn die Fließe zugefroren sind, geht es mit Schlittschuhen durch diese beinahe schon dschungelähnliche Landschaft. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann den Spreewald natürlich auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Mehr als 1000 Kilometer ausgebauter Radwege führen durch die Region.

Der erste Schritt für eine Reise ist ein Plan. Den haben wir für Sie. Lassen Sie sich von diesem Faltplan inspirieren, der Ihnen die Orte und Sehenswürdigkeiten vorstellt, an denen sich das große Erbe des Lausitzer Landes entdecken lässt. Lernen Sie Landschaften, Architektur und Traditionen, von sorbischen Bräuchen über außergewöhnliche Handwerkskunst bis hin zur Fischereiwirtschaft. Lassen sie sich ein auf diese von Vielfalt und Gegensätzen geprägte Region. Die Karte zeigt Ihnen die Orte, an denen sie erleben können, wie die Lausitz wirklich ist.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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Mit partnerschaftlicher Unterstützung der Landkreise Bautzen und Görlitz sowie regionalen Sparkassen.