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Gelebtes Erbe

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Gelebtes Erbe Hier erlebt man Traditionen

Mehr als „nur“ Ostern

Das Osterfest ist der berühmteste, aber längst nicht einzige lebendige sorbische Brauch. So feiern die Sorben am 25. Januar Vogelhochzeit. Kinder verkleiden sich mit selbstgebastelten Vogel-Kostümen und traditioneller sorbischer Hochzeitskleidung, denn der Sage nach vermählten sich an diesem Tag Elster und Rabe. Winter adé – das sagen die Sorben zu Zapust, mit drei Tagen Feierei zwischen Ende Januar und Anfang März, inklusive Festumzug in Tracht und ganz viel Tanz.

Lustig geht es zur selben Zeit auch beim Zampern zu – maskiert und verkleidet wird musizierend und lärmend durchs Dorf gezogen und um Gaben gebeten. Im Sommer verzaubern aller zwei Jahre Folkloregruppen beim Festival „Łužica – Łužyca –Lausitz“ ihr Publikum. Und im Örtchen Schleife wird seit mehr als 400 Jahren die Tradition des Dudelsack Spielens gepflegt und beim Internationalen Dudelsackfestival gefeiert.

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Blauer geht’s nicht

Sein Blau war einfach das Schönste: Um 1600 herum trat der indische Farbstoff Indigo seinen Siegeszug in Europa an – und mit ihm der Blaudruck. Sorbische Trachten sind bis heute undenkbar ohne ihn. Allerdings widmen sich nur noch wenige Werkstätten dem aufwändigen Verfahren, das seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt. Auf Bahnen aus Leinen und Baumwolle werden die Muster mithilfe eines großen Stempelkissens, des Models, und einer wasserunlöslichen Masse, des Papps, aufgebracht. Dann wird der Stoff mehrmals ins Indigo-Farbbad gehangen. Heraus kommen zuerst grüne Stoffe – es ist der Sauerstoff der Luft, der sie blau macht. Und die weißen Muster zeigen sich wie durch Zauberhand erst, wenn der Papp in einem schwefelsäurehaltigen Wasserbad herausgelöst wurde.

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Fisch auf den Tisch

Mit über 1.000 Teichen gehört die Oberlausitz zu den größten deutschen Binnenfischereigebieten. Die Fischfangtradition wird hier bereits seit dem 13. Jahrhundert gelebt. Seit 2021 ist der "Lausitzer Fisch" auch als Marke etabliert – und wird von Ende September bis Anfang November alljährlich auf den Lausitzer Fischwochen mit leckerem Karpfen, Zander, Hecht, Wels und Stör ordentlich zelebriert.

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Kaufmannspaläste an der Via Regia

Es sind kleine Paläste, in denen vor allem die reichen Tuchhändler an der Via Regia residierten, Handel trieben und ihre Waren lagerten. Die insgesamt 35 um 1500 entstandenen Hallenhäuser am Obermarkt, am Untermarkt und in der Brüder-, Weber- und Neißstraße zeugen vom mittelalterlichen Prunk jener Zeit. Das Außergewöhnliche der Görlitzer Hallenhäuser ist die zentrale Lichthalle, die die Kernzone der sehr tiefen Häuser mit Tageslicht versorgt. Zudem konnten die Tuchhändler in den hohen Hallen ihre Tuchballen in ganzer Länge herablassen und so ihren Kunden die Qualität der Stoffe und Farben vor Augen führen. Die Stadt Görlitz strebt nun für dieses große Erbe den UNESCO Welterbetitel an.

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Der berühmteste Stern der Lausitz

Im Matheunterricht fing alles an: Damit sie Geometrie besser verstehen, ließ ein Lehrer der Herrnhuter Brüdergemeine Anfang des 19. Jahrhunderts im Advent seine Schützlinge Sterne basteln. Die Schülerinnen und Schüler brachten den Brauch des Sterne Bastelns mit in ihre Familien. Dort hat er sich gehalten: Der Zusammenbau eines Herrnhuter Sterns läutet noch heute die besinnliche Weihnachtszeit in der Lausitz ein.

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Lebendige Traditionen

In der Lausitz sind wir besonders stolz auf die Traditionen und Bräuche, die uns seit langer Zeit begleiten und auch heute noch fester Bestandteil des Alltags sind. Nicht nur die sorbischen Traditionen und Feste, wie das kunstvolle Verzieren der Ostereier oder das „Zampern“ sind im Alltag der Menschen lebendig. Auch traditionelle Handwerke, darunter der kunstvolle Blaudruck oder die eindrucksvollen Herrnhuter Sterne werden gepflegt und sind international bekannt. Sogar Feinschmecker kommen in der Lausitz voll auf ihre Kosten. In unzähligen Teichen wird der als Marke geschützte „Lausitzer Fisch“ gezüchtet. Die Region ist eine der größten und traditionsreichsten Binnenfischereigebiete Deutschlands. Jedes Jahr im Herbst erfreuen die Lausitzer Fischwochen Besucherinnen und Besucher mit leckeren regionalen Fischspezialitäten.

 

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Der erste Schritt für eine Reise ist ein Plan. Den haben wir für Sie. Lassen Sie sich von diesem Faltplan inspirieren, der Ihnen die Orte und Sehenswürdigkeiten vorstellt, an denen sich das große Erbe des Lausitzer Landes entdecken lässt. Lernen Sie Landschaften, Architektur und Traditionen, von sorbischen Bräuchen über außergewöhnliche Handwerkskunst bis hin zur Fischereiwirtschaft. Lassen sie sich ein auf diese von Vielfalt und Gegensätzen geprägte Region. Die Karte zeigt Ihnen die Orte, an denen sie erleben können, wie die Lausitz wirklich ist.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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Mit partnerschaftlicher Unterstützung der Landkreise Bautzen und Görlitz sowie regionalen Sparkassen.