Lebendiges Erbe
Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Diese Formen des Kulturerbes sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität und werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder neu gestaltet. Oft bildet das Immaterielle Kulturerbe auch die Grundlage für materielles Kulturerbe.

Internationale UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes
Die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes wird von der UNESCO erstellt und umfasst kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen aus der ganzen Welt. Ziel dieser Liste ist es, die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes weltweit zu bewahren und zu fördern sowie die internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Erfahrungen zu unterstützen. Die internationale Liste würdigt Kulturgüter, die nicht nur für die einzelnen Länder, sondern auch für die gesamte Menschheit von Bedeutung sind.
Beispiele aus Deutschland auf der internationalen Liste:
- Blaudruck (zusammen mit vier weiteren Staaten) – Standort Pulsnitz
- Manuelle Glasfertigung (zusammen mit fünf weiteren Staaten) – Standort Weißwasser
- Orgelbau und Orgelmusik – Standort Bautzen

Immaterielles Kulturerbe in Deutschland und der Lausitz
Die bundesweite Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland umfasst kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen, die innerhalb Deutschlands praktiziert und weitergegeben werden. Diese Liste wird vom deutschen UNESCO-Komité erstellt und gepflegt. Sie zielt darauf ab, das Bewusstsein für die kulturelle Vielfalt und das reiche kulturelle Erbe innerhalb Deutschlands zu stärken. Die Eintragung in die bundesweite Liste ist eine Voraussetzung für die Nominierung zur internationalen UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
In der Lausitz gehören dazu:
- Gesellschaftliche Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben
- Kamenzer Forstfest
- Bau und Nutzung des Spreewaldkahns
Kulturelle Grenzgänger - ClipQuest.Lausitz 2026
Wie kann sich eine Kultur verändern, ohne sich selbst zu verlieren?
Mitten in der Oberlausitz gibt es eine Kultur, die älter ist als viele der Grenzen, die sie heute umgeben. Die sorbische Kultur prägt die Region seit Jahrhunderten – durch Sprache, Musik, Bräuche und den Alltag.
Und sie ist nicht stehen geblieben. Eine jüngere Generation beginnt gerade, diese Tradition neu zu denken: in Kunst, Musik und digitalen Räumen.
Zwischen Bewahren und Neudeuten entsteht etwas Spannendes – eine Kultur, die sich ständig weiterentwickelt.
Formen der Zukunft - ClipQuest.Lausitz 2026
Wie kann etwas bestehen bleiben, wenn sich alles verändert?
In der Oberlausitz wird seit Jahrhunderten mit den Händen gearbeitet. Keramik, Glas, Instrumente – Dinge, die Zeit brauchen und bleiben.
Doch diese Welt verändert sich. Werkstätten stehen vor der Frage, wie ihr Wissen weitergegeben werden kann. Gleichzeitig entstehen neue Ideen, neue Materialien und neue Formen des Denkens.
Was passiert, wenn Tradition auf Zukunft trifft? Handwerk im Wandel – zwischen Präzision und Experiment, zwischen Material und Idee.

Botschafter der Lausitz
Wer denkt, der Dudelsack sei nur in Schottland heimisch, der irrt. Denn mitten in Europa in der Oberlausitz, werden der schwarze und der weiße Dudelsack seit 400 Jahren fast durchgehend gespielt.
Impressionen zum Gelebten Erbe









Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.












